Traumatherapie

Auch die Traumatherapie basiert auf einem tiefenpsychologischen Verständnis der menschlichen Entwicklung. Je nachdem wie diese verläuft, verfügen wir über ausreichend psychische Widerstandskräfte, die Resilienz, auch mit schwereren Belastungen fertig zu werden. Der Mensch kann aber auch Situationen ausgesetzt sein, in denen diese Kräfte überfordert sind oder sogar schwerere Schädigungen in der Persönlichkeit hinterlassen, vor allem dann, wenn er sich als Kind noch in Entwicklung befindet und angewiesen ist auf den Schutz der Bezugspersonen.

 

Die Folgen akuter Erlebnisse, eher durch nicht - menschlich verursachte Traumata, können relativ rasch und nachhaltig behandelt werden.

 

Je früher und komplexer eine Schädigung erfolgte - meist innerhalb von Beziehungen - umso mehr befindet sich das gesamte System eines Menschen im Modus von Kampf/Flucht oder steckt fest im Zustand des Eingefrorenseins. Es ist erforderlich, bisherige bewährte, aber nun dysfunktionale Bewältigungsmuster zu erkennen und durch neue, nicht selbstschädigende zu ersetzen.

Die Behandlung erfolgt in drei Schritten: Stabilisierung - Exposition - Neuorientierung.

In neu geschütztem Binnenraum nähern wir uns gemeinsam den erschreckenden Bildern der Vergangenheit.

 

Besonders Menschen, denen Traumatisierungen durch sexuelle Gewalt und andere Formen von Mißbrauch zugefügt wurden, benötigen eine ihren psychischen, mentalen und sozialen Vorausetzungen angepaßte Form der Behandlung.

 

Die Methodenvielfalt - Tiefenpsychologische Psychotherapie, Imaginative Verfahren in Kombination mit Körperwahrnehmung durch Somatic Experiencing - läßt zu, sich auf Ihre persönliche Reagibilität abstimmen.

 

Hier finden Betroffene wichtige Informationen und Erste Hilfe:

www.fonds-missbrauch.de

http://www.hilfeportal-missbrauch.de

http://www.vielfalt-info.de